Roadtrip Schweiz 2016 - Teil 1: Gstaad


Von Arjen an 13 Oktober 2016 · 0

Letzte Saison war es mal wieder Zeit für einen klassischen Roadtrip. Die Vorhersage zeigte Schnee für die Schweiz, es war also wieder mal an der Zeit Powder jagen zu gehen. Die großen Massen an leuten sind weg, daher ist März ein überragender Monat um bei tollen Schneebedingungen unterwegs zu sein. Die Tage sind länger, die Schneedecke ist dick und es gibt immer wieder Stürme, die Freshies liefern.

Reich und berühmt in Gstaad

Los ging unser Trip in Gstaad, dem altbekannten Tummelplatz der Reichen, die ihre hart verdienten Euros in Luxushotels und Gourmet-Restaurants verprassen. Gstaad ist auf den ersten Blick vielleicht nicht die typische Freeride-Gegend, interessant ist es aber auf jeden Fall. Gstaad begleitet der Ruf, dass hier kaum Leute abseits der Pisten unterwegs sind. Das stimmt jedoch nicht. Eine junge Generation von Freeridern ist in Gstaad aufgewachsen, die jetzt heiß darauf ist es krachen zu lassen. Das tun sie auch, mit breiten Skiern und einer Leidenschaft für Powder. Geht also nicht davon aus, dass ihr Tage nach dem Dump hier auftauchen könnt und einen unverspurten Berg vorfindet.

Nicht zu hoch hinauf

Nach einer Nacht im nahegelegenen Saanenmöser waren wir Montagmorgen am Lift. In den Tagen zuvor hatte es kräftig geschneit, doch es war offensichtlich, dass die Locals alles in Lift-Nähe bereits zerfahren hatten. Obwohl der Gletscher Les Diablerets offiziell zum selben Skigebiet gehört, sind wir gar nicht erst so weit hinauf. Der Höchste Gipfel in dieser Gegend ist der Rinderberg mit 2011 Metern. Als Skifahrer bewegt man sich etwa zwischen 1200 und 200 Metern Höhe. Der Vorteil: Vorwiegend ist man auf Wiesen unterwegs und muss sich somit keine Sorgen um Sharks machen.

Kurzer Aufstieg, super Powder

Einer der besseren Runs in der Gegend, war für uns am Horntube (1994 Meter). Ihr müsst nur, über ein einfach zugänglichen Bergrücken, auf den Gipfel, dann habt ihr zwei Möglichkeiten: Auf der Ostseite erwartet euch ein relativ einfacher Hang ohne Bäume und auf der Westseite ist es etwas steiler und gibt ein paar Büsche. Beide Hänge waren noch unverspurt. Weniger als 20 Minuten hiken und wir konnten unverspurten Powder genießen!

Super bei miesem Wetter

Auch auf dem Hornberg und Lengebrand konnten wir einige gute Runs entdecken. Ihr könnt hier gut zwischen den Bäumen fahren, was Gstaad zu einem super Ziel während Schneefällen macht (sofern die Schneefallgrenze niedrig genug ist). Bei solchen Bedingungen macht es keinen Sinn hochalpin unterwegs zu sein, Gstaad ist da eine super Alternative. Es gibt jedoch auch einen Nachteil: Gstaad ist alles andere als billig. Bedenkt, dass ihr hier überdurchschnittlich viel für eure Unterkunft zahlen müsst, dafür bekommt ihr aber auch einen schönen Powdertag.

Der nächste Halt unserer 3-Tagesreise ist Mürren (Schilthorn)!


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