10 Kniffe für dein Earn-Your-Turn Abenteuer Teil1


By Willi on 11 March 2016 · 0

Wer träumt nicht davon, alleine mit seinen Freunden oben auf dem Berg stehen, niemand anderes weit und breit in Sicht und der jungfräuliche Powderhang zu seinen Füßen?

Unverspurtes weißes Gold
Unverspurtes weißes Gold

Aber das kommt quasi fast nur vor, wenn man bereit ist ein wenig aus eigener Kraft aufzusteigen und sich seine Turns verdient.

Dass deine Aufstiege richtig flutschen, gibt es hier ein Paar Kniffe, die man selten in einem Buch findet. Gerade bei längeren Aufstiegen werden diese Tipps dir das ein oder andere Lächeln auf die Lippen zaubern. Beginnen wir:

No.1 Immer etwas Wachs für die Felle dabei haben

Wenn die Felle feucht geworden sind, können sie anfangen zu stollen. D.h. der Schnee friert am Fell fest und man hebt bei jedem schritt gefühlt einen Zentner mit hoch.

Gut als Fittnessübung, schlecht wenn es schon dunkel wird
Gut als Fittnessübung, schlecht wenn es schon dunkel wird

Das passiert wenn es im Tal zu warm war, man unter abtauenden Bäumen durchgelaufen ist oder man an einem Bach ungeschickt war. Die Feuchtigkeit friert und der Schnee friert an das Fell an. Das kann nicht nur extrem anstrengend werden, sondern kann auch richtig gefährlich werden, wenn man z.B. noch eine Hütte vor Dunkelheit erreichen muss.
Was etwas hilft ist sich Wachs auf die Felle zu schmieren. Dazu gibt es speziellen Fellwachs, den man sich ruhig mit in den Rucksack legen kann. Wenn man ihn braucht, kann er gold wert sein.

Wachs für die Felle gegen stollen
Wachs für die Felle gegen stollen

No.2 Stock oder Plastikschaber zum freikratzen

Wenn es immer noch stollt, kann man versuchen den Schnee mit dem Stock abzustreifen. Dazu muss man meistens aus der Bindung steigen. Mit einem Plastikschaber aus dem Surfbereich geht das freikratzen noch schneller. Das beste an dem Plastikschaber ist allerdings, dass man seine blöde Marker Duke oder Baron Bindung damit enteisen kann. Die setzen sich beim Aufstieg mit Schnee zu, was es meistens unmöglich macht ohne Einsatz von Hilfsmitteln von Walk auf Ski umzustellen. Mit dem Plastikschaber geht das vorzüglich.

Die Surfindustrie ist auch für uns Powdersurfer nützlich: Wachskamm
Die Surfindustrie ist auch für uns Powdersurfer nützlich: Wachskamm

No.3 Jacke zur Weste on the Fly umbauen

Die meisten haben sicher gemerkt, es wird verdammt warm beim Aufstieg! Am besten man zieht sofort eine Wärmeschicht aus bevor man losläuft. Wenn das aber nicht reicht, muss man nicht sofort anhalten um für Belüftung zu sorgen. Die Lüftungsreißverschlüsse unter den Armen kann man nicht nur öffnen, man kann auch gleich den ganzen Arm durchstecken. Die Ärmel knotet man im Nacken zusammen, so dass sich ein Weste bildet, super angenehm! Reicht das auch nicht geht man noch einen Schritt weiter. Man lässt den Rucksack auf dem Rücken, zippt den Frontreißverschluss der Jacke zu 90% auf, schlüpft vollständig aus den Ärmeln und knotet sie sich um den Bauch. Voilà, der Oberkörper ist fast komplett frei und man kann sie auch schnell wieder anziehen, falls sich doch wieder ein Lüftchen auftut.

Jacke mit Lüftunsreißverschlüssen unter den Achseln - will ich nicht mehr missen
Jacke mit Lüftunsreißverschlüssen unter den Achseln - will ich nicht mehr missen

Aus Jacke macht Weste, ohne anzuhalten
Aus Jacke macht Weste, ohne anzuhalten

Oben ohne, ohne anzuhalten
Oben ohne, ohne anzuhalten

No.4 Wenig Packvolumen = weniger Gewicht

Verspannte Nacken und aufgescheuerte Schultern machen wenig Spaß beim Aufstieg. Ist man länger oder sogar einige Tage unterwegs, hat man unweigerlich mehr Gepäck dabei. Neben gewichtsreduzierenden Maßnamen kann man auch beim Packmaß, also beim Volumen optimieren. Weniger Volumen bedeutet man kann einen kleineren Rucksack mitnehmen. Und das wiederrum bedeutet der Rucksack ist leichter, oder für uns Freerider noch wichtiger: Unser Zeugs passt sogar noch in einen Airbagrucksack! Wie man Packvolumen reduziert? Zwei Beispiele: Die Harscheisen meines 123mm Skis haben eine Menge Platz im Beutel. Mein Leichtklettergurt passt da zum Beispiel inklusive Selbstsicherungsschlinge rein. Harscheisen bieten super platz für 4 bis 5 Powderbars usw.. Werdet kreativ, überlegt euch auch, ob man Dinge nicht Multipurpose-mäßig einsetzen kann um noch mehr Platz und Gewicht zu sparen. Auf die Weise ist bei mir einen 7 Tage Gletscherhüttentour mit meinem 22l Airbagrucksack kein Problem.

No.5 Avalung als Alternative für den Airbagrucksack

Wem ein Airbagrucksack auf längeren Touren zu schwer ist, kann zumindest auf das Avalungsystem zurückgreifen. Es ist wie ein Schnorchel, der den Sauerstoff aus dem Schnee zieht und das Kohlendioxid beim Ausatmen an anderer Stelle wieder abgibt. Es verhindert zwar nicht die Verschüttung, aber wer es schafft den Schnorchel rechtzeitig in den Mund zu kriegen, hat deutlich größere Überlebenschancen als ganz ohne Avalung und Airbagrucksack. Das System ist mit seinen 265 Gramm deutlich leichter eine Airbageinheit von ca. 1,5 bis 2 kg. Voraussetzung ist, dass seine Powderbuddies die LVS-Rettung beherrschen. Also lieber deinen Leuten nochmal diesen Link schicken ;) Ein Ersatz für den Airbagrucksack ist die Avalung aber nicht, nur für die Leute, die sich partout gegen einen schweren Rucksack wehren ist es besser als garnichts.

Weiter gehts mit No.6 im nächsten Teil ;)


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