Kompletter Rückblick auf die Freeride World Tour 2016


By -Patrick- on 5 April 2016 · 0

Die Freeride World Tour hat den Winter bereits hinter sich gelassen, der letzte Contest ist vorüber. Wir blicken mit euch nochmal zurück auf alle Wettbewerbe und Highlights der FWT-Saison 2016.

Toller Auftakt in Vallnord Arcalís

Der Auftakt in Andorra war absolut gelungen. Bei strahlendem Sonnenschein war jedoch irgendwie schon spürbar, dass diese Winter in Europa keine ideale Wintersport-Saison wird. Der erste FWT-Contest in den Pyrenäen fand zwar später als im Vorjahr statt, doch eigentlich ist hier im späten Januar auch tiefster Winter. Tatsächlich erinnerten die Bedingungen eher an Frühjahrssituationen, wie sie jetzt gerade herrschen. Ein dicker Harschdeckel bereitete besonders den Snowboardern Schwierigkeiten, die den Wettkampf eröffneten. Als mehr Sonne in den Hang strahlte, weichte der Schnee zwar auf, doch große Drops landen sich auf Slush, auch für Profis, eben nicht ganz so lässig wie in tiefem Powder. Die Athleten waren dennoch mit großem Eifer und Mut zum Risiko unterwegs. Es gab große Sprünge sowie bedingungslos schnelle Runs. Ganz besonders die Neulinge bei der Tour konnten auf sich aufmerksam machen und die Jury beindrucken.

Trotz miesem Winter hat die FWT zunächst Glück in den Alpen

Während in vielen Teilen der Alpen noch weiße Kunstschneebänder die grünen Hänge entstellten, war Chamonix einer der wenigen Orte, mit wirklichen Winterbedingungen. Erstmals seit 2014 konnte auch wieder auf Face unterhalb des Aiguille de Pourrie gefahren werden. In den Tagen vor dem Wettkampf war unklar ob das Wetter mitspielen würde. Das Glück war jedoch auf der Seite der Veranstalter und Rider. Diesmal konnten sich auch die erfahrenen Teilnehmer wieder besonders hervorbringen.

Während besonders die FWQ, also die Qualifikations-Wettbewerbe zur FWT, reihenweise abgesagt werden mussten, hatte die FWT mehr Glück in den Alpen. Auch in Fieberbrunn spielte das Wetter mit. Im Vorjahr musst der Event erst nach Kappl verlegt und dann ganz abgesagt werden. Doch 2016 lief Alles wie am Schnürchen. Neuschnee, traumhafter Sonnenschein und viele Zuschauer vor Ort. Die Ski Damen durften als erste in den Hang, der zwar bestmöglich gesprengt wurde, aber dennoch ziemlich lawinös war. Größere Schneebretter lösten sich nicht, doch die Rider hatten mit sichtlich damit zu kämpfen. Danach entwickelte sich, der meiner Meinung nach spannendste Wettkampf dieser Saison. Ganz besonders bei den Ski Männern hauten die Fahrer gewaltig ihr Können raus. Wer nicht zwei Backflips in seinen Run packte, konnte kaum mit einem Podiumsplatz rechnen.

Alaska und Verbier

Alle freuten sich auf Alaska. Jeder Freerider träumt davon einmal dort zu fahren und den außergewöhnlichen Schnee dort selbst zu erleben. Wer ihn erlebt hat, will in der Regel nochmal hin. Tagelang zierte diesmal (wie auch schon im Vorjahr) der Slogan „Competition on hold“ die FWT-Website. Als es dann endlich losging und die Sicht gut genug für Rider und Kameras war, brach die Übertragung des Live-Streams zusammen. Das ist besonders schade für uns Europäer, da es ein gemütlicher Fernseh-Abend hätte werden können. Durch die Zeitverschiebung ist der Contest in Alaska der einzige, den auch Berufstätige verfolgen können. Nach dem ersten Cut in Fieberbrunn, war nun also klar, wer zum Saisonfinale in Verbier antreten durfte.

In Verbier gab es leider wieder Pech mit dem Wetter für die Veranstalter. Wie ihr am Anfang des Videos seht, war es sehr sehr windig. Die Sicht war entsprechend schlecht. Nachdem die Snowboarder im Tal waren und bei den Ski Damen kurz die Sonne herauskam, wurde das Wetter jedoch wieder schlechter und Ski Männer wurde gar nicht mehr ausgetragen.

Fazit

Es ist immer ein Spektakel, das bei der Freeride World Tour geboten wird. Die Rider sind hochmotiviert und gehen bei jedem Contest an ihre Grenzen. In diesem Jahr war es wirklich schwierig, bei teils schwierigen Wetter- und Schneebedingungen, für tolle Shows zu sorgen. Für die Veranstalter ist es eine schwierige Gradwanderung, zu entscheiden ob ein fairer und vor allem sicherer Wettkampf, bei den jeweiligen Bedingungen, möglich ist. Gerade aufgrund der vielen Sponsoren, die das ganze Spektakel erst möglich machen, müssen die Veranstalter großem Druck widerstehen. Auch die Athleten sind natürlich bemüht sich bestmöglich zu präsentieren, um ihre eigene Vermarktung im Auge zu behalten. Dennoch ist es immer wieder atemberaubend, die Besten der Besten bei ihren sensationellen Fähigkeiten zu beobachten. Gerade die wechselhaften Bedingungen machen ja den Unterschied zu Videoproduktionen, bei denen eben nur dort gefilmt wird wo alles bis ins Detail passt. Wir freuen uns auf jeden Fall auf die nächste Saison und hoffen, dass es in den Alpen ein schneereicherer Winter 2016/17 wird. Da hätte bestimmt auch keiner der Beteiligten bei der FWT etwas dagegen.

Alle Ergebnisse und die Gesamtsieger findet iht hier, einzelne Wettkampf-Berichte findet ihr bei uns im Forum.


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