Wie die Sucht bei mir begann


Par kanski sur 17 novembre 2015 · 1

Mein Name is Sander und ich lieeebe Skifahren! Ich arbeite in Verbier/Nendaz als Schweizer Snow Pro. Lass mich euch berichten wie meine Sucht nach Powder begann.

Inspiration

Für mich ging es mit Powder-Skifahren im Winter ’82 los. Ich war 16 und hin und wieder besuchte ich meine Schwester in der Schweiz für einen Skiurlaub. In meinem zweiten Urlaub in jenem Winter fiel eine unglaubliche Menge an Schnee über die vier Täler! Schon in vorherigen Urlauben waren die Schweizer Freunde meiner Schwester unglaublich inspirierend für mich, was das Off-Piste fahren angeht. Es war wirklich toll mit diesen Locals zu fahren und durch sie gelang ich zu der Schlussfolgerung, dass der Berg nicht mit der Pistenbegrenzung endet… dort geht er eigentlich erst los!

Photo; Bert Romani (Diavolezza)
Photo; Bert Romani (Diavolezza)

NO GO!

Bis dahin habe ich so gut wie nie wirklich TIEFEN POWDER erlebt. Hey, wenn du in den Niederlanden lebst, musst du froh sein, wenn du zweimal im Jahr zum Skifahren kommst. Dieses Mal hatte ich Glück! Eine riesen Ladung lockerer Powder Flocken kam vom Himmel herab!

Zuvor hatten meine Eltern mir erzählt, dass abseits der Piste fahren ein absolutes NO GO ist, zu gefährlich, zumindest für uns als Flachland Bewohner. Du musst ein Local sein… was wusste ich den schon! Dennoch zeigten mir die Jungs dass diese lockere Powder verdammt gut zu fahren ist und nur darauf wartet zerpflügt zu werden. Und das noch mit kurzen Schwüngen und den dünnen langen Skiern. Mit diesen dünnen Skiern gab es einen Face Shot nach dem anderen! Rücksäcke gab es damals glaube ich noch gar nicht… Sicherheit war etwas das erst erfunden werden musste. Wir sind alle gleichzeitig in den Hang gefahren. Ich kann mich gar nicht erinnern ob überhaupt jemand über die Lawinengefahr gesprochen hat. Komisch… denn heute fahre ich einige der selben Hänge bei solchen Bedingungen mir äußerster Zurückhaltung! Vermutlich waren wir damals einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Hausgemacht

Zurück im Flachland habe ich dann angefangen Material von Ski Videos auf Videokassetten zu sammeln. Gelegentlich gab es ein paar solcher Bilder im deutschen Fernsehen. Ich habe sozusagen meinen eigenen Ski Film gemacht! Stundenlang konnte ich mir ansehen, wie diese Jungs durch den Powder shredden. Später wurde mir klar, dass damals meine Sucht für das weiße Zeug angefangen haben muss.

Photo; Bert Romani (Bad Gastein)
Photo; Bert Romani (Bad Gastein)

Lange Wochenenden

Als ich ca. 20 war, hatte ich einige Freunde, die genauso verrückt nach Skifahren waren. So sind wir also nicht gerade selten 1200 Km gefahren um für ein verlängertes Wochenende Skifahren zu gehen. Nach drei Tagen dann wieder 1200 Km zurück! Unsere Ziele waren so gut wie nie nach einem Dump ausgesucht. Eine Powfinder App gab es damals noch nicht! Meistens sind wir nach Val d'Isère gefahren. Es ist einfach wunderschön dort. Wie gesagt, Val d’Isère war eines unserer Lieblingsgebiete und wir sind regelmäßig zum Saisonstart dort hin, im Dezember während dem Welt Cup, "Critérium de la Première Neige". Viele Rennen haben wir nicht gesehen, aber die Stimmung war der Hammer! Meine Freunde und ich im Powder und die Profis auf den Pisten. Später dann bei einem Bier am selben Tisch mit diesen Leuten!

Experimente

Im Skigebiet "l'Espace Killy" habe wir vieles ausprobiert. Wir waren ständig auf der Suche nach den unverspurten Hängen weit entfernt von den Pisten. Einmal haben wir einen Tunnel entdeckt. Bevor wir hineingehen konnten, mussten wir den Eingang vom Schnee befreien Auf Händen und Füßen, die Ski hinter uns her schleifend sind wir auf die andere Seite gekrochen. Wir konnten uns grob ausmalen wo und auf welchem Hang wir die Sonne wieder erblicken würden… Perfekt! Genau wo wire s erwartet haben konnten wir uns wieder ins Licht graben. Wie ein paar Murmeltiere, die zu früh aus dem Winterschlaf aufgewacht sind. Was für ein genialer Anblick mitten auf einem Hang zu stehen, den noch niemand zuvor gesehen hat! Auf diesen Hang haben wir drei phantastische Lines gezogen. Später in der Gondel, hörten wir Leute auf Französisch sagen, „wo diese Spuren wohl herkommen?“

Steiler und Tiefer

In den kommenden Jahren sind wir viel in den Alpen umhergereist. Um '95 herum war es mir nicht mehr gut genug und ich begann meine Suche nach höher, steiler, tiefer, noch extremer. So kam ich zum ersten mal nach La Grave. Im März '97 führen wir von Serre Chevalier, wo wir Urlaub machten, hinüber. In Serre lernte ich eine Frau kennen die Skifahren konnte und sie lud mich und meine beiden Buddies ein für einen Tag in La Grave zu fahren. Zu dem Zeitpunkt nie gehört, aber seitdem nie mehr vergessen. Was für ein Ort…!!!

Dieser Tag war so gut und mir war unmittelbar bewusst, dass ich sowas jetzt jeden Winter brauchen werde!

Photo: Robert Bos (La Grave)
Photo: Robert Bos (La Grave)

Wie ging eure Powdersucht los?

Commentaires


  • kanski
    Elite
    kanski op 15 décembre 2015 · 09:51
    Danke 😉
    Never ski faster than your guardian Angel can fly!

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