Winter-Vorhersage 2016/2017: Große Chancen auf einen kalten Winteranfang!


Par meteomorris sur 23 octobre 2016 · 0

Der Oktober ist immer ein guter Monat um zu bestimmen ob es ein guter oder schlechter Winter wird. Ein Zusammenspiel von Faktoren legt die Grundlage für einen kalten oder eine milden Winter. Wir kommen dem Ende des Monats näher und daher ist es interessant zu sehen welche Vorzeichen der Oktober uns gebracht hat. Wie ihr vielleicht bereits wisst, bin ich kein Fan von Computer-Modellen, die langzeitliche Voraussagen erstellen, da das mehr mit Lotterie als Vorhersage zu tun hat. Normalerweise schreibe ich nie eine langfristige Winter-Vorhersage, doch diesmal mache ich eine Ausnahme. Das liegt vor allem daran, dass einige wichtige Parameter "gute Neuigkeiten" versprechen.

1. Der Polarwirbel wird schwächer

Ich fange gleich mal mit etwas sehr Kompliziertem an: Der Polarwirbel. Wenn ihr im Winter 15/16 meine Vorhersagen und PowderAlarme verfolgt habt, dann sagt euch der Begriff vermutlich schon etwas. Letzten Herbst war der Polarwirbel sehr stark und in der Konsequenz bedeutete es, dass es kalter Luft nicht möglich war zu den Alpen zu strömen. Ein starker zonaler Jetstream schickte seine gesamte Feuchtigkeit nach Skandinavien. Es war mild und trocken in den Alpen.

TIPP: Lest diesen Artikel über den Polarwirbel vom Dezember 2015

Merke: Ein starker Polarwirbel hält die kalte Luft von den Alpen fern, da die gesamte kalte Luft Richtung Arktis angesaugt wird. Ein schwacher Polarwirbel hingegen, erlaubt es kalter Luft nach Süden zu ziehen. Und es wirkt so als ob der Polarwirbel immer schwächer wird. Wie das geschieht hat mit dem zweiten Punkt zu tun: Die wachsende Schneedecke in Eurasien.

2. Die Schneedecke über Eurasien wächst an

Meteorologen werfen im Oktober besonderes Augenmerk auf das Anwachsen der Schneedecke in Eurasien. Sie tun das, weil die Schneedecke südlich des 60. nördlichen Breitengrades ein wichtiger Indikator für die Entwicklung des Polarwirbels in den folgenden Monaten ist. Wenn es mehr Schnee als gewöhnlich hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit eines schwachen Polarwirbels realistisch. Wenn wir auf die Entwicklung der Schneedecke blicken, sehen wir, dass es in die richtige Richtung geht. Diese Seite der NOAA (US-Wetterinstitut) erlaubt es euch die Entwicklung zu verfolgen.

1. Oktober
1. Oktober

22. Oktober
22. Oktober

Ganz besonders die anwachsende Schneedecke südlich des 60. Breitengrades ist bedeutend und könnte die Entstehung eines starken Hochdruckgebiets über Sibirien zur Folge haben. So ein Hochdruckgebiet kann den Polarwirbel beeinflussen und wenn dieser dann schwächer wird würde das die Chancen auf einen kälteren Winter erhöhen. Der Vorgang sieht dann so aus:

Schnee in Sibirien und schwacher Polarwirbel
Schnee in Sibirien und schwacher Polarwirbel

3. Eine negative arktische Oszillation

Eine negative arktische Oszillation (negative AO) ist entscheiden für die Bildung der Schneedecke in Eurasien. Bei negativer AO gibt es kältere Temperaturen und mehr Schneefall. Ihr habt es erraten: Die negative AO verursacht mehr Schnee in Eurasien und das schwächt wiederum den Polarwirbel.

Stark negative AO
Stark negative AO

Ein weiterer wichtiger Faktor, ist die relativ geringe Große des arktischen Meereises. Weniger Meereis und mehr Schneefälle bedingen, dass sich kalte Temperaturen im Süden Sibiriens und nicht in der Arktis halten. Im Normalfall gibt es in der Folge mehr Schnee in Sibirien, einen schwächeren Polarwirbel und eine höhere Chance auf deutlich kälteres Wetter im Winter auf der Nordhalbkugel. Der Anfang des Winters 16/17 wird kälter sein als der von 15/16. Das gilt natürlich nur wenn uns all die Anzeichen nicht an der Nase herumgeführt haben.

Zusammenfassung

Es gibt eine sehr gute Chance, dass der Polarwirbel die nächsten Monate sehr schwach sein wird, wodurch die Chancen auf einen kalten Winteranfang steigen. Die ersten kalten Temperaturen können wir für Anfang November erwarten.


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