Bis zu einem halben Meter Schnee in der Vorhersage


Par meteomorris sur 19 octobre 2017 · 0

Mit dem ruhigen Herbstwetter in den Alpen ist es jetzt bald vorbei. Seit dem sechsten Oktober gab es in den Alpen keine nennenswerten Schneefälle mehr. Das liegt an einem gewaltigen Hochdruckgebiet, dem es gelungen ist jegliche Stürme auf Distanz zu halten. Am Wochenende ist damit Schluss. Ein Bündel Sturmtiefs erobert die Alpen von Nordwesten her und macht damit den Weg für kalte Luft oberhalb von 1000-1500 m frei. Heute in der Vorhersage:

  • Neue Website, neues und genaueres Wettermodell
  • Ein Sturmtief-Bündel
  • Kalte Luft aus Nordwesten
  • Schnee in den Nordalpen am Sonntag und Montag
  • Neuschnee für die Gletscher

Neue Website, neues und genaueres Wettermodell

Euch ist vermutlich bereits aufgefallen, dass die neue Version von wePowder live ist. Ein Relaunch dieser Größenordnung ist immer mit ein paar Problemen und Bugs verbunden. Unsere Techniker schieben im Moment Überstunden um das 'Erlebnis wePowder' noch besser zu machen. Wenn ihr Vorschläge für uns habt oder selbst Bugs entdeckt habt, dann freuen wir uns sehr über entsprechende Kommentare. Das Herzstück unserer neuen Seite ist ein viel genaueres Wettermodell. In der Vergangenheit haben wir viele Gespräche mit Wissenschaftlern, Meteorologen, GIS Experten und natürlich Freeridern geführt. Wir haben uns auch selbst bis an den Rand des technisch möglichen vorangetrieben. Unser Ziel war ganz einfach: Ein höchstgenaues Wettermodell entwickeln. Viele Wettermodell arbeiten mit groben Rastern, was bedeutet, dass der Schneefall auch nur grob und damit ungenau berechnet wird. Andere Modelle geben zwar genaue Schneefälle an, aber oft nur für einen Tag im Voraus. Unser Modell ist jetzt in der Lage anzuzeigen wann der Schnee genau fällt; morgens oder abends. Dadurch habt ihr die Möglichkeit genau zur richtigen Zeit anzureisen. Wir verwenden ein sehr genaues Raster (das uns sehr viele Details anzeigt), das Detail über den Tag hinweg anzeigen kann (wann genau der Schnee fällt) und das sogar 14 Tage im Voraus (was ziemlich einzigartig ist). Nächste Woche schreibe ich einen ausführlichen Artikel über unser neues Wettermodell. Wir stecken weiter unserer Zeit und Liebe in das Modell und werden weitere Features hinzufügen, um euch die bestmögliche Schneevorhersage zu bieten. Der größte Bug mit dem wir gerade kämpfen ist der Schneefall in den Tälern. Für das bevorstehende Wochenende wird noch zu viel Schnee in den Tälern berechnet und angezeigt. Wir sind aber bereits dabei das in den Griff zu bekommen! Solche Modelle zu betreiben und die Daten dafür zu bekommen ist nicht ohne Kosten möglich. Das ist der Grund, warum wir den wePowder Pro Account eingeführt haben. Dieser Account versorgt euch mit jeder Menge Daten und gleichzeitig könnt ihr die wePowder-Plattform bei der Entwicklung unterstützen. Wir haben viele tolle Ideen und Funktionen geplant, die wir weiter umsetzen und entwickeln wollen. Für nur etwas ehr als zwei Euro pro Monat belohnt ihr nicht nur euch selbst mit Zugang zu vielen Daten, sondern unterstützt die weitere Entwicklung der gesamten Plattform!

Ein Sturmtief-Bündel

Ok, jetzt wieder zurück zu den Alpen. Ein ganzes Bündel Sturmtiefs bereitet sich gerade auf den großen Auftritt vor. Am Wochenende erreicht das Bündel die Alpen. Es gab seit Wochen viel Bewegung in den oberen Luftschichten, doch diese Stürme schaffen es bis in die Alpen.

Bereits am Freitag sind diese Sturmtiefs unterwegs in die Alpen, der Hochdruck ist allerdings noch recht beständig. Es dauert weitere 48 Stunden bis die Fronten wirklich in den Alpen eintreffen. Am Donnerstag und Freitag sind in den Westalpen bereits Wolken zu sehen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag beginnt es dann zu schneien.

Kalte Luft aus Nordwesten

In der Nacht auf Sonntag erreicht kalte Luft die Alpen und es beginnt umgehend zu schneien. Auf der 850 hPa Temperaturkarte unserer Vorhersageseite könnt ihr gut erkennen wie die kalte Luft in den Alpen ankommt. Ihr erkennt die blau dargestellten Luftmassen aus Nordwesten, die Temperaturen sinken.

Die Alpen haben es mindestens bis zur Nacht auf Dienstag mit kalter Luft zu tun. Der östliche Teil Österreichs wird am längsten davon profitieren. Die Schneefallgrenze fällt zwischen Samstagnacht und Dienstagfrüh zwischenzeitlich auf 1500 m (gebietsweise sogar 1000 m), was für jede Menge Neuschnee sorgen wird. Nach Dienstag erreich milde Luft die Alpen, doch Aufgrund steigendem Luftdrucks braucht ihr keine weiteren Niederschläge zu erwarten.

Schnee in den Nordalpen am Sonntag und Montag

Eine Strömung aus Nordwesten bedeutet in der Regel Schnee für den Nordwesten und Norden der Alpen. Die Front, die Samstagnachmittag in den Alpen ankommt erreicht die Westalpen allerdings nicht wirklich. Die nördlichen französischen Alpen und das westliche Wallis bekommen nur hochalpin Schnee ab (10 cm, gebietsweise 15 cm). Auf den Webcams der Skigebiete die nördlich des Alpenhauptkamms liegen wird deutlich mehr Schnee zu sehen sein. Dort schneit es am Sonntag und am Montag. Die große Frage bleibt wo genau das Gravitationszentrum der Niederschläge am Ende genau ist. Im Augenblick gehen die Modelle davon aus, dass die Hohen Tauern in Österreich den Jackpot knacken, das könnte Morgen aber schon für den nördlichen schweizer Alpenkamm gelten. Das ist alles von der Geschwindigkeit eines neuen Hochdruckgebiets abhängig, das von Westen her hereindrückt. Sollte es langsamer sein als bisher erwartet, dann bekommt die Schweiz den meisten Neuschnee ab. Sollte es schneller sein, dann ist es Österreich. Ihr könnt oberhalb von 2000 m mit ca. 15-30 cm Neuschnee rechnen. Hochalpin können es bis zu 50 cm und gebietsweise sogar darüber hinaus werden.

Neuschnee für die Gletscher

Nach Montag kommt die Sonne heraus und auf den Gletschern in Österreich und der Schweiz werden tolle Bedingungen herrschen. Ein Herbst wie dieser hat für alle etwas zu bieten, mit Ausnahme der meisten französischen Gletscher. Der Gletscher von Les 2 Alpes ist derzeit sogar geschlossen, da zu wenig Schnee liegt. Dort gilt es auch weiter geduldig zu bleiben, denn durch den Hochdruck wird das Wetter wieder sonnig und trocken in den Alpen.

Stay stoked Morris


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