Skitouren - Ist das was für mich? Teil2


Door Willi op 13 maart 2016 · 0

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In absteigender Reihenfolge erzähle ich euch von den unterschiedlichen Skitourenunterarten, die für Freerider zum Einstieg geeignet sind:

Freetouring

Ein fließender Übergang verbindet Freeriden und Freetouring. Während Freeriding sich auf kurze Aufstiege nach dem Lift beschränkt, können es beim Freetouring auch schon längere Aufstiege nach dem Lift sein. Dies ist die geeignetste Unterart für Freerider sich an das Skitouren gehen heranzutasten. Die Ausdauer kann getestet werden, die Schuhe auf Blasenbildung geprüft werden und der Orientierungssinn geübt werden. Voraussetzung ist, dass nötige Wissen für das Skitouren hat. Man verlässt da nahe Erreichbarkeit der Lifties, die einen schnell mit dem Schlitten abtransportieren könnte. Man verlässt die den ganzen Winter über zerfahrenen Pisten, in denen die Base-Schicht dadurch gut gesetzt ist. Man kann nicht zwischendurch schnell in eine Hütte flüchten falls der Schneesturm zuschlägt. Vielleicht hat man einen Freund, der einen an das Skitouren heranführen kann, oder man nimmt sich einen Guide. Die Mountain Academy kann auch nicht schaden.
Wer sich auf dieser Weise an das Skitouren herantastet hat nicht zu viel Zeit „verschwendet“ und kann ein wenig von der direkten, konsequenzträchtigen Natur schnüffeln, die einen mit allen Sinnen spüren lässt, dass man am Leben ist.

Die abfahrtsträchtigste Unterart :)
Die abfahrtsträchtigste Unterart :)

Ein-Tages-Skitour

Eine richtige Skitour beginnt, wenn man sich vom Tal aufmacht, einen Gipfel, einen Pass oder auch nur einen geeigneten Punkt auf dem Berg zum Abfahren zu erreichen. Solche Touren kann man vorzüglich unternehmen, wenn in den Skigebieten schon alles zerflügt ist und sich der Schnee schon ein wenig gesetzt hat, ein, zwei, drei Tage nach dem Dump. Einen Tag gutes Wetter kann man gut abpassen und die Tour erfolgreich durchführen. Die Füße werden nicht überstrapaziert und die Ausrüstung muss nicht perfekt und Ultra leicht sein. Fehler in der Planung haben meist noch keine großen Konsequenzen. Falls das Wetter oder der Schnee nicht mitspielt, kann abgestiegen werden und ein besserer Ort angesteuert werden.

Hütte als Base-station

Die Vorteile eine Hütte als Ausgangspunkt seiner Touren zu nehmen sind, dass die meist uninteressanten ersten Höhenmeter aus dem Tal wegfallen. Man ist oben, auf der weißen Spielwiese, die einem soviel Freude geben kann und meistens gleich fünf oder mehr Touren zur Auswahl bereitet. Genug Stoff für Tage. Gleichzeitig hat man den Nachteil, dass man sich örtlich festlegt. Die Hütte muss gebucht werden und liegt meistens über der Baumgrenze. Wenn jetzt schlechtes Wetter kommt wird es zwar sehr gemütlich vor dem Kamin und man hört alle möglichen Berggeschichten, aber man kommt leider nicht zum Skifahren.

Jeder sollte mal eine Nacht auf einer Berghütte verbracht haben
Jeder sollte mal eine Nacht auf einer Berghütte verbracht haben

Ski-Hüttentour

Wirklich tief in die Berge kommt man auf einer Ski-Hüttentour. Man überschreitet Bergzüge über Pässe, nur mit seinem Rucksack auf dem Rücken, vorbereitet auf alles und weiß am Abend ist man an einem Fleck der Welt, wo nicht jeder hinkommt. Man hat den Pass vor Augen und weiß noch nicht was einen auf der anderen Seite erwartet. Dann breitet sich das Hochtal vor einen aus und man sieht weit und Breit nur unberührte Natur. Natur und du und deine Mitabenteurer.
Leider darf man hier am wenigsten endlose Powderabfahrten erwarten. Hüttentouren dauern meist 5 oder mehr Tage und sind oft ausschließlich über der Baumgrenze. Ein Zeitfenster zu erwischen, in dem es vorher einen frischen Schnee liefernden Dump gab gefolgt von gutem Wetter über die gesamt Tour ist ziemlich selten. Es kann also oft vorkommen, dass man die mühsam erkämpften Höhenmeter wieder abfahren muss, weil der Pass unpassierbar geworden ist, oder weil man wegen schlechter Sicht nicht mehr abschätzen kann wie hoch die Lawinengefahr ist. Leider sind die Wege, die man gekommen ist meistens nicht gleichzeitig die schönsten Abfahrten. Sie sind oft eher flach und unspektakulär. Es kommt vor, dass man ganz absteigen muss und den unpassierbaren Pass mit der Bahn umfährt. Manchmal wird man auch einfach auf der Hütte eingeschneit und kann wegen schlechter Sicht oder zu hoher Lawinengefahr gar nicht mehr heraus.

Selten aber möglich, geile Abfahrten auf Skihüttentouren :)
Selten aber möglich, geile Abfahrten auf Skihüttentouren :)

Auf solchen Unternehmungen sollte man seine Erwartungen auf endlose pulvrige Abfahrten sehr bändigen und sich lieber auf schöne weiße Wanderungen durch eine verzauberte Welt einstellen. Dem entsprechend sollte die Ausrüstung leicht sein. Ich selbst bin zwar ein Verfechter der Marker Duke Bindung mit Skiern breiter als 115mm unterm Fuß, selbst beim Skitouren gehen. Ich schleppe lieber das schwere Zeug hoch und streng mich noch ein bischen mehr beim Aufstieg an. Dafür habe ich dann aber auch das absolute Grinsen im Gesicht wenn ich Abfahre. Bei Hüttentouren allerdings werde ich das nächste mal (wenn es denn ein nächstes mal gibt) auf leichteres Material zurückgreifen. Wahrscheinlich ein 105 bis 115mm Lightweight-Ski mit einer Marker Kingpin und einem mittelschweren Skitourenschuh. Ansonsten ist die Frustration zu groß wenn es wieder heißt, hier kommen wir nicht weiter.

Meine zwei Mitabenteurer hatten deutlich mehr Freude beim Aufsteigen (Mitte und Rechts)
Meine zwei Mitabenteurer hatten deutlich mehr Freude beim Aufsteigen (Mitte und Rechts)

Competition-Skitouring

Ok, ich glaub wir können uns diese Kategorie sparen, oder hat jemand Lust in so ein Ding hineinzuschlüpfen und denn Berg auf seinem 2000€ Vollcarbon-Zahnstochermaterial herunter zueiern?

Carpe Shreddem!

Willi


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