Bau dir deinen Ski doch selbst!


Door TobyMcGreen op 30 november 2016 · 0

###Vorgeschichte

Die Jungs von Fischkoppriding und vom Freeridershop in Hamburg haben dieses Jahr aus einer Bieridee heraus den Freeride Kurzfilm Contest aus dem Boden gestampft. Man rechnete mit knapp 10 Einsendungen und einem gemütlichen Beisammensein und Filme schauen unter Fischköppen. Doch das war weit gefehlt. Nicht zuletzt dank den grosszügigen Preisen der Sponsoren kamen am Ende 30 Einsendungen aus dem Bereich Wassersport (Kiten, Surfen) und Wintersport (Ski, Snowboard) zusammen.

Die besten Zehn aus jeder Kategorie wurden dann via Facebook Voting ermittelt und am Abend des 12. Novembers in Hamburg dem Publikum und der Fachjury aus nationalen und internationalen Grössen aus den Bereichen Wassersport, Wintersport und Film/Fotographie vorgeführt.

Mit meinem Film Gaijin Powder über das Skifahren in Japan belegte ich überraschenderweise den ersten Platz im Wintervoting. Und mein Preis hatte es in sich! Ich durfte mir letztes Wochenende meinen eigenen Ski bei Craftski und Boards zusammenbauen!

Wer nicht gerade drei linke Hände hat, kann dies übrigens problemlos auch machen. Schaut doch einfach mal bei Craftski vorbei!

Willkommen bei Craftski
Willkommen bei Craftski

Vorbereitung

Zu Beginn, noch ein paar Tage vor dem eigentlichen Workshop, entscheidet man sich für den Grundriss, den der Ski oder das Board später haben soll, damit Steffen, der Guru bei Craftski, den Holzkern vorbereiten kann. Ich habe mich für einen reinrassigen Freerider mit folgenden Massen entschieden:

144 I 122 I 133

Ausserdem sollte man sich bereits ein wenig Gedanken darüber machen wie der Ski bzw. das Board später aussehen soll. Das beinhalted sowohl die Form (wieviel Rocker, Camber etc.) als auch Design (Schriftzüge, Logos etc.).

Tag 1

Wenn dann der eigentliche Workshop beginnt, gehts nach einem morgentlichen Kaffee auch gleich los. Der erste Schritt ist das zuschneiden des Belags der später auf dem Schnee gleitet. Das ist am Anfang zwar etwas fummelig, aber man bekommt den Dreh recht schnell raus.
Wenn die Beläge geschnitten sind gehts ans Kanten biegen. Hier braucht man zum einen rohe Gewalt um das Metall biegen zu können, und zum Anderen Fingerspitzengefühl um die Biegung genau richtig hin zu bekommen.

Belag und Kanten
Belag und Kanten

Im nächsten Schritt werden Kante und Belag mit Sekundenkleber miteinander verklebt.
Nun beginnt das für mich coolste am ganzen Workshop. Das designen von Topsheet und Belag. Hierbei sind einem fast keine Grenzen gesetzt. Ich habe mich kreativ ausgetobt und aus zwei verschiedenen Holzarten Berge und Himmel auf meinen Ski gezaubert.

Mein Design aus Echtholz
Mein Design aus Echtholz

Für den Belag hab ich mir ein paar Sprüche und Logos ausgedruckt, um sie beim zusammenbaues des Skis zwischen Skikern und Belag zu legen.

Die Logos zum austesten auf dem Belag
Die Logos zum austesten auf dem Belag

Bevor es nun ans eigentliche Zusammenbauen geht, muss man sich entscheiden womit der von Steffen in absprache zugeschnittene Holzkern, welcher bei mir aus Esche besteht, verstärkt werden soll. Ich hab mich dazu entschieden meinen Holzkern oben und unten mit einer Schicht bidiagonaler Glafasermatte zu verstärken. Um die Torsionssteifigkeit unter der Bindung und in der Schaufel noch zu verbessern, habe ich den Kern an diesen Stellen noch mit einer Schicht Karbonfasern verstärkt. Die Karbonfasern unter der Bindung sind durch den Skibelag hindurch zu sehen, was ich mega geil finde!

Nun beginnt das eigentliche Zusammenbauen des Skis. Zunächst muss man sich für eine Skiform entscheiden. Ich hab mich für einen Full Rocker entschieden, bei dem der Rocker gleich vor und hinter der Bindung los geht. Wenn die Form festgelegt und verschraubt ist kann das Aufschichten beginnen. Eine Schicht nach der anderen wird eingelegt und mit Harz getränkt. Danach wird das ganze in einen Vakuumsack verpackt und über Nacht in den Ofen geschoben.

Die Backform für meinen Ski. Der Rocker ist gut zu sehen
Die Backform für meinen Ski. Der Rocker ist gut zu sehen

Tag 2

Am Zweiten Tag folgt das beste am ganzen Workshop (schon wieder). Sein neues Spielzeug aus dem Ofen zu nehmen und aus der Vakuumverpackung zu nehmen ist besser, als das Auspacken aller Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke zusammen!

Frisch aus dem Ofen
Frisch aus dem Ofen

Nach dem Auspacken gehts ans Sägen und Schleifen. Zuerst müssen die Bretter mit einer Stichsäge ausgesägt werden. Dabei kann man zwar nicht viel falsch machen, ich hatte aber trotzdem total schiss es zu verbocken. Zum Glück ging alles gut und so konnte ich mich dem abschleifen des überschüssigen Harzes witmen.

Die Ski werden ausgesägt
Die Ski werden ausgesägt

Zum Schluss werden die Bretter noch lackiert und ein letztes mal in den Ofen geschoben.

Und Voila! Ich hab mir meinen eigenen Ski gebacken :)

Von oben
Von oben

Von unten
Von unten

Von der Seite
Von der Seite

In kürze werd ich die Dinger einem ordentlichen Test unterziehen, um zu sehen was sie im Gelände so taugen. Optisch finde ich sie schon mal unschlagbar! Was meint Ihr?


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