Tödliches Lawinenunglück Pitztaler Gletscher


  • Jeroen123456789
    Beginner
    Jeroen123456789 op 8 februari 2017 · 21:22
    Tödliches Lawinenunglück unterhalb des Mittagskogels in den Südlichen Ötztaler Alpen

    Tödliches Lawinenunglück unterhalb des Mittagskogels in den Südlichen Ötztaler Alpen
    Eine Gruppe von Snowboardern stieg um die Mittagszeit vom Skigebiet des Pitztaler Gletschers in Richtung des 3159m hohen Mittagskogels auf. Im Nahbereich des Gipfels löste einer der Snowboarder während der Abfahrt eine Schneebrettlawine aus. Die Person wurde über felsdurchsetztes Gelände mitgerissen und verstarb an der Unfallstelle.

    Wir sind morgen am 09.02. am Unfallort. Nähere Details folgen.


    Die rote Ellipse zeigt in etwa den Unfallort.Rechts daneben befindet sich der Gipfel des Mittagskogels.

    http://lawinenwarndienst.blogspot.nl/2017/02/todliches-lawinenungluck-...
  • Ee1co
    Advanced
    Ee1co op 9 februari 2017 · 09:48
    Heftig. RIP.
  • Jeroen123456789
    Beginner
    Jeroen123456789 op 11 februari 2017 · 10:20
    http://lawinenwarndienst.blogspot.nl/2017/02/kurzanalyse-des-todlichen...

    Kurzanalyse des tödlichen Lawinenunglücks unterhalb des Mittagskogels vom 08.02.2017
    Vier Snowboarder wollten vom Mittagskogel in den Südlichen Ötztaler Alpen ins Taschachtal abfahren. Die Route führt über extrem steiles, felsdurchsetztes, NW-exponiertes Gelände, beginnend von etwa 3050m. Eine der Personen fuhr voraus, blieb stehen und gab dem Nächsten Zeichen, nachzukommen. Als sich dieser in der Abfahrt befand, löste sich eine anfangs wenige Meter breite Schneebrettlawine, welche die untere Person erfasste und über felsiges Gelände mitriss. Jene Person, welche die Lawine auslöste, konnte hingegen ausfahren. Die restlichen Gruppenmitglieder befanden sich noch oberhalb und somit außerhalb des Lawinenbereichs.
    Die von der Lawine erfasste Person erlitt während des Absturzes tödliche Verletzungen.

    Der Anriss war im obersten Bereich zwischen 10 und 40cm hoch, weiter unten bis zu 80cm hoch. Die Lawinenlänge betrug ca. 900m. Die Ursache liegt in einem ausgeprägten Altschneeproblem. Unterhalb einer Windkruste bildete sich während des kalten Jänners eine Schicht aus lockerem Schwimmschnee, die als primäre Schwachschicht für das Schneebrett diente. In Folge brachen durch die große Belastung der abgehenden Schneemassen auch noch weitere, bodennahe Schwachschichten, sodass sich in Summe viel Schnee in Bewegung setzte.

    Schneeprofile vom Unfallort findet man hier:



    Anrissbereich der Lawine samt Lawinenkegel (Foto: LWD Tirol vom 09.02.2017)


    Direkt am Lawinenanriss auf 3020m Seehöhe (Foto: LWD Tirol vom 09.02.2017)



    Lawinenumrisse im felsigen Gelände (Foto: LWD Tirol vom 09.02.2017)


    Durch die Wucht des Absturzes wurde einer der Flügel des von der verunfallten Person gezogenen Airbags abgerissen. (Foto: LWD Tirol vom 09.02.2017)

    Kurze Zusatzinformation zum letzten Blogeintrag: Föhn führte während der vergangenen Tage in den typischen Föhnschneisen sowie in größeren Höhen zum Teil zu umfangreichen, neuen Verfrachtungen. Während der kommenden Tage ist deshalb besonders auch auf frischen Triebschnee, vermehrt im Sektor W über N bis O zu achten.

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