NO GO! Steigende Temperaturen und große Lawinengefahr in den Alpen


Door meteomorris op 21 januari 2018 · 0

Durch das Einströmen einer (sehr aktiven) Warmfront ist es nach einigen guten Powdertagen wieder vorbei. Genau wie ich euch letzte Woche von Dienstag und Donnerstag abgeraten haben, solltet ihr Sonntag und Montag auf jeden Fall auslassen (in den gesamten Alpen). In den kommenden 36-72 Stunden ist die Schneedecke äußerst instabil. In den kommenden 24 Stunden wird ein sehr starker Wind wehen und viel Neuschnee wird erwartet, der unterhalb von 1700-2000 m als Regen fällt. Die Schneedecke wird dadurch äußerts instabil. Ab Dienstag beruhigt sich das Wetter in den Alpen wieder und ihr könnt möglicherweise schon am Ende der Woche einen weiteren Sturm erwarten. Heute in der Vorhersage:

  • Sehr aktive Warfront unterwegs
  • Große Lawinengefahr
  • Sonntag und Montag: NO GO!
  • Ab Dienstag beruhigt sich das Wetter
  • Neuer Sturm gegen Ende der Woche

Sehr aktive Warfront unterwegs

Am Sonntag zieht eine sehr aktive Warmfront in die Alpen ein. Es ist eine Front, die viel Wind und große Niederschlagsmengen mit sich bringt. Zunächst liegt die Schneefallgrenze noch tief in den Tälern, steigt dann in der Nacht auf Montag und am Montag selbst auf 2000 m im Westen bzw. 1500 m im Osten. Tagsüber kann sie sogar noch höher steigen.

Auf der Karte oben könnt ihr die Front ganz eindeutig sehen, als rote Linie, die von den Niederlanden bis zu den französischen Alpen verläuft. In den kommenden Stunden bewegt sich diese Front langsam in den Alpenraum. Für Freerider ist das die schrecklichste mögliche Situation. Am Sontag steigen die Temperaturen unterhalb der Waldgrenze sehr schnell. Auch wenn es am Morgen noch geschneit hat, solltet ihr euch nicht in die Irre führen lassen, denn durch den Temperaturanstieg wird die Schneedecke schwerer. Es gibt immer noch eine fiese Schwachschicht in der Schneedecke, die durch die steigenden Temperaturen zum Problem wird. Außerdem destabilisieren Regen und nasser Schnee die Schneedecke bis auf 2200 m zusätzlich. Der viele Neuschnee gepaart mit Wind sorgt für viele spontane Lawinenabgänge. Die Situation ist bis auf das Äußerste angespannt.

Große Lawinengefahr

Viel Neuschnee, schwankende Temperaturen und viel Wind. Dieser Cocktail ist eine Garantie für den schnellen Anstieg der Lawinengefahr. In vielen Regionen hat sich eine Schicht aus Oberflächenreif gebildet, die nur schlecht Bindung herstellen kann. Die Lawinensituation ist kritisch und in Teilen der französischen Alpen, der Schweiz und Österreich ist die Lawinengefahr bereits auf „groß“ gestiegen. Aufgrund der großen Lawinengefahr war Sölden heute Morgen geschlossen. Die Straßen zu den Gebieten Gargellen, Zermatt, Arc 2000, Le Fornet und Hochfügen sind bereits gesperrt. In der Schweiz besteht die Gefahr, dass die Lawinengefahr am Sonntagnachmittag auf „sehr groß steigt (Stufe 5 von 5). Das ist außergewöhnlich und verdeutlicht die extreme Lage in der sich die Alpen befinden. Auf wePowder könnt ihr die aktuelle Lawinengefahr für jedes Skigebiet nachschauen. Für einen guten Überblick über die Situation in den Alpen klickt hier.

Sonntag und Montag: NO GO!

Ein absolutes NO GO hört ihr von uns bei wePowder nur selten, da wir davon ausgehen, dass jeder für sein eigenes Handeln verantwortlich ist es immer Situationen gibt, in denen absolute Experten noch gute Lösungen finden können. Aufgrund der extremen Lage der Dinge besteht von unserer Seite (erstmals in der Geschichte von wePowder) ein explizites NO GO. In den kommenden Stunden wird die Schneedecke in weiten Teilen der Alpen derart instabil, dass große Gefahr besteht. In den kommenden 48 Stunden werden sich viele Lawinen spontan lösen und wir empfehlen euch dringend nicht abseits der Pisten zu fahren.

Ab Dienstag beruhigt sich das Wetter

Am Dienstag zieht eine Kaltfront ein, die zwischenzeitlich für ein absenken der Temperaturen verantwortlich sein wird. Dann übernimmt der Hochdruck wieder das Ruder und mildere Luft strömt in die Alpen. Die Tage werden sonnig und mild, die Nächte Kalt und klar. Durch die kalten Nächte wird sich die Schneedecke stabilisieren, da die Sonne am Tag immer noch wenig Einfluss auf steilere West- Nord- und Osthänge hat. Ich hoffe euch am Montag/Dienstag schon sagen zu können wo ihr im Verlauf der Woche Powder finden könnt. Lasst uns aber erst die Auswirkungen des aufkommenden Sturms abwarten.

Neuer Sturm gegen Ende der Woche

Gegen Ende der Woche kommt ein neuer Sturm auf, wobei Auswirkungen und Dauer noch unklar sind. Zum jetzigen Zeitpunkt, kann von sinkenden Temperaturen ausgegangen werden, die am Samstag und Sonntag Powdertage im Nordwesten der Alpen bringen könnten. Im Verlauf der Woche kann ich euch mehr dazu sagen.

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Stay stoked, Morris


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